Die Nutzung von Photovoltaikanlagen auf Flachdächern nimmt stetig zu, sowohl im Gewerbe als auch im privaten Bereich. Während die Energiegewinnung durch Solarstrom enorme Vorteile bietet, birgt sie auch Risiken, insbesondere im Hinblick auf Brandschutz. Ein innovatives Brandschutzgewebe kann hier die entscheidende Lösung sein, um Schäden zu vermeiden und Sicherheit auf höchstem Niveau zu gewährleisten.
Warum Photovoltaikanlagen besondere Brandschutzlösungen benötigen
Flachdächer sind weit verbreitet, von Industriehallen über Lagergebäude bis hin zu Mehrfamilienhäusern. Doch genau hier liegt eine Herausforderung: Viele dieser Dächer bestehen aus Materialien wie Bitumen oder EPS-Dämmungen, die im Brandfall hochgradig entzündlich sind. Kommt es zu einem Feuer an einer Photovoltaikanlage, etwa durch technische Defekte, kann sich ein Brand schnell auf die gesamte Dachfläche ausbreiten.
Ein Brandschutzgewebe wirkt wie eine Barriere: Es verhindert, dass Flammen oder starke Hitze vom PV-Modul direkt auf die Dachoberfläche übergreifen. Damit werden nicht nur die bauliche Substanz und die Stromerzeugung gesichert, sondern auch das Risiko für Betreiber, Versicherer und Anwohner erheblich reduziert.
Das Prinzip des Brandschutzgewebes
Das von der Sonnen Stark GmbH in Zusammenarbeit mit der H.K.O. Isolier- und Textiltechnik GmbH entwickelte Brandschutzgewebe basiert auf einem speziellen Glasgewebekern. Dieser ist mit einer robusten Beschichtung versehen, die sowohl hohe Temperaturen standhält als auch den Einflüssen von UV-Strahlung, Wind und Wetter trotzt.
Ein großer Vorteil: Das Gewebe ist extrem leicht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, etwa einer Kiesschüttung, belastet es die Dachkonstruktion kaum. Damit eignet es sich ideal für viele Gewerbe- und Industriedächer, die nur begrenzte Traglasten zulassen.
Vergleich: Herkömmliche Brandschutzmethoden vs. Brandschutzgewebe
| Kriterium | Herkömmliche Methoden | Brandschutzgewebe von Sonnenstark |
|---|---|---|
| Gewicht | Sehr hoch, hohe Belastung für Dachkonstruktion | Sehr gering, ideal auch für Dächer mit niedriger Traglast |
| Montageaufwand | Aufwendig, teilweise zusätzliche bauliche Maßnahmen notwendig | Einfaches Ausrollen, sofort einsatzbereit |
| Brandschutzwirkung | Eingeschränkt, oft keine vollständige Barriere | Nachweislich sichere Barriere gegen Flammen & Hitze |
| Langlebigkeit | Abhängig von Witterungseinflüssen, teilweise begrenzte Haltbarkeit | Beschichteter Glasgewebekern, langjährig erprobt (auch im maritimen Bereich) |
| Kosten | Höher durch Material und Einbauaufwand | Wirtschaftlich durch schnelle Verlegung und geringen Materialeinsatz |
| Eignung für Flachdächer | Nicht für alle Dachtypen geeignet, Traglast oft kritisch | Universell einsetzbar, besonders geeignet für Bitumen- und EPS-Dächer |
| Versicherungsvorteile | Kaum nachweisbarer Effekt im Schadenfall | Reduzierung des Haftungsrisikos, bessere Argumentation gegenüber Versicherern |
Rechtliche Aspekte und Haftungsrisiken für Solarteure
Ein oft unterschätztes Thema ist die rechtliche Verantwortung: Das Oberlandesgericht Oldenburg hat bereits 2019 entschieden, dass Solarteure für Schäden durch Photovoltaikanlagen haftbar gemacht werden können. Kommt es also durch unzureichenden Brandschutz zu Schäden am Gebäude, kann dies gravierende finanzielle Konsequenzen haben.
Das Einsetzen eines geprüften Brandschutzgewebes bietet nicht nur einen technischen Vorteil, sondern reduziert auch das Haftungsrisiko für Installateure. Gleichzeitig profitieren Betreiber von einer höheren Akzeptanz durch Versicherungen und langfristiger Sicherheit ihrer Investition.
Sicherheit und Nachhaltigkeit gehören zusammen
Die Energiewende gelingt nur mit innovativen Lösungen, die sowohl ökologisch als auch sicher sind. Das von Sonnenstark eingesetzte Brandschutzgewebe verbindet beides: Es schützt Gebäude, Anlagen und Menschen vor Brandgefahren, ohne aufwendige bauliche Maßnahmen oder hohe Zusatzkosten.
Wer eine PV-Anlage auf einem Flachdach plant oder betreibt, sollte das Thema Brandschutzgewebe unbedingt berücksichtigen. Die Lösung ist leicht, effizient und praxisbewährt – ein entscheidender Schritt hin zu mehr Sicherheit in der solaren Energieversorgung.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert das Brandschutzgewebe unter PV-Anlagen?
Das Gewebe bildet eine thermische Barriere zwischen Modul und Dachhaut und verhindert das Übergreifen von Flammen und starker Hitze.
Für welche Dächer eignet es sich?
Besonders für Flachdächer mit begrenzter Traglast (z. B. Bitumen oder EPS). Die leichte Rollenware kann direkt aufgelegt werden.
Gibt es Vorteile gegenüber Kiesschüttungen?
Ja – deutlich geringeres Gewicht, schnelle Verlegung und nachgewiesene Brandschutzwirkung in Brandversuchen.


